Der Handschlag
Was gilt, bevor Geld fließt.
Zwischen einer Anfrage und einer Rechnung liegen ein Gespräch, ein Briefing und ein Angebot. Was in dieser Strecke gilt, steht hier — vollständig, in Sätzen, die Sie vor dem Ja lesen können.
Der Weg zur Beauftragung.
Erst die Anfrage: Formular oder E-Mail, mit Vorhaben, Rahmen und Zeitpunkt. Ich antworte in der Regel innerhalb von zwei Werktagen — mit einer Einschätzung oder mit einer Absage, wenn ich der falsche bin.
Dann das Erstgespräch: 45 Minuten, per Video oder in Hamburg, kostenlos und ohne Verpflichtung. Zwei oder drei Zeitfenster schlage ich in der Antwort-Mail vor.
Danach das Briefing: Ich schreibe auf einer Seite zusammen, was ich verstanden habe — Ziel, Ton, Umfang, Nein-Liste. Sie korrigieren, was falsch ist. Sitzt das Briefing nicht, bauen wir nicht, und es kostet Sie nichts.
Dann das Angebot: schriftlich, mit Umfang, Terminfenster, Teilbeträgen und einem Datum, bis zu dem es gilt. Was nicht darin steht, ist nicht beauftragt.
Die Beauftragung selbst: eine E-Mail von Ihnen, die das Angebot annimmt. Textform genügt, ein unterschriebenes PDF ist willkommen, aber nicht nötig. Mit dem Eingang des ersten Teilbetrags ist Ihr Zeitfenster reserviert; vorher fange ich nicht an.
Wie gezahlt wird.
Ich rechne in Teilbeträgen ab, nicht auf einen Schlag am Ende. Wie viele es sind und wie hoch sie ausfallen, steht im Angebot — hier stehen keine Zahlen, weil sie vom Umfang abhängen und ich mir keine erfinde.
Der erste Teilbetrag reserviert das Zeitfenster. Er ist fällig, bevor ich mit dem Satz beginne, und er ist der Grund, dass niemand Ihren Termin überbietet.
Weitere Teilbeträge hängen an sichtbaren Ständen — freigegebene Richtung, gesetzte Seiten —, nicht an Kalenderdaten. Sie zahlen gegen etwas, das Sie ansehen können.
Der letzte Teilbetrag wird mit der Abnahme fällig, also wenn die Site vollständig läuft und Sie sie freigegeben haben. Nicht erst, wenn Ihre Domain umgezogen ist — auf Ihren Provider habe ich keinen Einfluss.
Zahlungsziel, Bankverbindung und Rechnungsnummer stehen auf der Rechnung. Überweisung, keine Kartenzahlung, keine Lastschrift. Bezug wird monatlich in Rechnung gestellt, nicht still eingezogen. Bleibt eine Zahlung aus, ruht die Arbeit — das sage ich vorher, nicht hinterher.
Kleinunternehmer, § 19 UStG.
Ich bin Kleinunternehmer im Sinne von § 19 UStG. Auf meinen Rechnungen wird keine Umsatzsteuer ausgewiesen.
Für Sie heißt das zuerst: Der Betrag im Angebot ist der Betrag, den Sie zahlen. Es kommt am Ende kein „zzgl. 19 % USt“ dazu.
Es heißt aber auch: Wenn Ihr Betrieb vorsteuerabzugsberechtigt ist, können Sie aus meiner Rechnung keine Vorsteuer ziehen. Für kleinere Vorhaben ist das ein Vorteil, für größere kann es einer weniger sein. Sagen Sie es, wenn es für Ihre Kalkulation zählt.
Sollte sich mein Status ändern, weil das Geschäft wächst, erfahren Sie das vor dem nächsten Angebot und nicht auf der nächsten Rechnung. Bereits erteilte Aufträge bleiben, wie sie vereinbart wurden.
Wem was gehört.
Ihnen gehört, was ausgeliefert wird: der Code, die Texte, die ich für Sie geschrieben habe, die gesetzten Seiten, die Konfiguration. Mit der Schlusszahlung, unbefristet und ohne Rückfrage — auch dann, wenn später jemand anderes weiterbaut.
Nicht in meiner Hand liegen Rechte Dritter: Schriften, Bilder, Bibliotheken. Sie laufen unter ihren eigenen Lizenzen; welche das sind und was sie erlauben, steht in der Betriebsnotiz zur Übergabe.
Mir bleibt das Recht an meinem Werkzeug: eigene Komponenten, Muster und Abläufe verwende ich weiter. Ihre Seite baue ich kein zweites Mal, meine Werkbank räume ich aber auch nicht aus.
Zeigen darf ich Ihre Arbeit nur mit Ihrer Zustimmung. Ohne Ihr Ja erscheint sie nicht auf dieser Site, in keinem Portfolio, in keinem Beitrag — kein Screenshot, kein Name, kein Logo. Die Zustimmung ist widerrufbar: ein Satz per Mail, dann nehme ich es herunter.
Was Sie mir zuarbeiten, bleibt vertraulich: Zahlen, Entwürfe, Interna, auch der Umstand, dass wir gesprochen haben. Das gilt ohne zusätzliche Vereinbarung und auch dann, wenn aus der Anfrage kein Auftrag wird.
Abbruch, Absage, Verzug, Richtungswechsel.
Absage vor dem Start: Sie können abspringen, solange nichts gesetzt ist. Erstattet wird der erste Teilbetrag abzüglich eines Ausfallanteils für das reservierte Zeitfenster; wie hoch der ist, steht im Angebot.
Abbruch während der Arbeit: Was fertig ist, wird abgerechnet, was nicht begonnen ist, nicht. Sie bekommen den Stand, wie er ist — Code, Texte, Zugänge. Ich behalte keine halbe Site als Pfand.
Meine Absage: Ich beende ein Projekt, wenn der Ton dauerhaft nicht sitzt, wenn ich Inhalte setzen soll, die ich nicht vertreten kann, oder wenn die Aufgabe mein Gewerk verlässt. Bezahlte, aber nicht geleistete Arbeit erstatte ich. Wenn ich jemanden kenne, der es besser kann, nenne ich den Namen.
Materialverzug: Fehlen Texte, Bilder, Freigaben oder Impressumsdaten, steht das Projekt. Wartezeit ist keine Studiozeit. Bleibt es länger still als im Angebot vereinbart, pausiere ich und nehme das nächste Werk; wir setzen fort, sobald wieder ein Fenster frei ist. Der Termin verschiebt sich dann, die Zusammenarbeit endet nicht.
Richtungswechsel nach Freigabe: Die gewählte Richtung ist ein Beschluss, keine Momentaufnahme. Wollen Sie danach eine andere Typografie, ein anderes Farbklima oder eine andere Struktur, ist das ein neues Angebot — keine Korrekturschleife. Innerhalb der Richtung wird korrigiert, so oft, wie das Paket es vorsieht.
Verzug auf meiner Seite: Wenn ein Termin wackelt, hören Sie es von mir, sobald ich es sehe, und nicht am Tag der Übergabe. Liegt die Verzögerung bei mir, verschiebt sich kein Teilbetrag nach vorn.
Nach der Übergabe.
14 Tage nach der Übergabe korrigiere ich Fehler ohne Rechnung: Etwas ist kaputt, verrutscht auf einem Gerät, funktioniert nicht wie vereinbart. Eine Mail genügt, ein Screenshot hilft.
Kein Fehler ist ein neuer Wunsch: ein weiterer Absatz, eine zusätzliche Seite, ein anderes Bild, ein Text, der jetzt anders klingen soll. Das ist Weiterbau und bekommt ein eigenes, meist kleines Angebot — außer bei Bezug, wo kleine Änderungen in der monatlichen Betreuung liegen.
Stege, Kolumne und Auflage enden mit der Übergabe. Brauchen Sie später etwas, schreiben Sie mir; das bekommt ein eigenes Angebot. Es läuft keine Pflege, die Sie nicht bestellt haben.
Bezug ist Stege im Abo: dieselbe eine Seite, 99 € Einrichtung statt 999 €, dafür die monatliche Rechnung über 12 oder 24 Monate. Ohne diese Laufzeit gibt es kein Bezug. Was im Abo liegt und was ein Umbau ist, steht im Angebot.
Der Betrieb bleibt bei Ihnen: Hosting und Domain laufen auf Ihren Namen und Ihre Rechnung. Ich richte auf Wunsch ein und begleite den Umzug, halte aber keine Zugänge, die Ihnen gehören sollten. Ohne Bezug sind Aktualisierungen der technischen Grundlage Ihre Sache — oder ein kleiner Auftrag. Mit Bezug liegen sie in der monatlichen Betreuung.
Was den Preis bewegt.
Die Richtwerte bei den Leistungen gelten für den geraden Fall. Diese Punkte verschieben ihn, in beide Richtungen. Konkret wird es im Angebot.
Macht es teurer
- Mehr Seiten und mehr Tiefe. Jede Seite, die wirklich etwas sagt, kostet Schreibarbeit, nicht nur Layout.
- Texte, die es noch nicht gibt. Wenn Inhalte erst aus Gesprächen mit Ihnen entstehen müssen, ist das Redaktionsarbeit.
- Mehrere Entscheider. Jede zusätzliche Person, die zustimmen muss, kostet Runden — und Runden kosten Zeit.
- Fremdsysteme. Newsletter, Buchung, CRM, Kartendienste anbinden: Jede Schnittstelle ist ein eigener kleiner Bau.
- Material, das aufbereitet werden muss. Logo nur als JPG, Bilder in Bildschirmauflösung, Texte in fünf Word-Fassungen.
- Termindruck. Ein Werk vor die laufenden zu schieben, geht — es kostet den Aufschlag, den die Verschiebung anderswo anrichtet.
Macht es günstiger
- Ein klares Briefing und eine Person, die entscheidet.
- Vorhandene Texte, die stimmen und nur noch geschnitten werden müssen.
- Der Verzicht auf Seiten, die niemand liest. Die kürzeste Fassung ist meistens die beste.
- Bildmaterial, das taugt — oder der Mut, ganz ohne Bilder zu arbeiten.
- Ein Zeitfenster, das ich frei einteilen kann, statt eines festen Starttermins.
Stand: 24. August 2026
Wenn Sie damit leben können, ist der nächste Schritt klein.
Eine Mail mit Vorhaben, Rahmen und Zeitpunkt. Alles Weitere klärt das Erstgespräch — und was wir dort vereinbaren, steht danach schriftlich im Angebot.